Welt der Mode

Irgendwann fing es an, dass ich mein gesamtes Taschengeld für Kleider ausgab. Nach Geburtstagen und Weihnachten aber auch unzählige Male zwischen durch ging es auf die Stuttgarter Königstraße. Nicht aber ohne am Abend zuvor noch durch Wetten und kleine Glücksspiele das Taschengeld meines kleinen nervigen Bruders ebenfalls einzukassieren. Somit waren das Fahrtgeld und das Geld für Mc Donald‘s schon einmal finanziert und ich konnte mein gesamtes Geld für Kleider ausgeben. Tja, ich war wie gesagt ein schlaues Kind, dass aus dem schlauen Kind dann ein Teenager wurde, der wusste was er wollte ist ja nicht ganz abwegig ;) Bei meinen unzähligen Besuchen auf der besagten Stuttgarter Königstraße wurde ich dann stets inspiriert. Und das nicht wie man meinen könnte von den vielen Klamotten die in den dutzenden Geschäften hingen, sondern von anderen Mädchen auf der Straße. Aber nicht von irgendwelchen Mädchen, sondern von Mädchen die modetechnisch das waren, was man als sogenannte Vorreiter bezeichnen konnte. Und indem ich mir die gleichen Kleider kaufte, weil sie mir eben gefielen, wurde ich ebenfalls modetechnisch zur Vorreiterin. Dies alles zuerst langsam und inoffiziell, schließlich muss sich sowas ja erst einmal entwickeln. Dann aber doch recht schnell offiziell, als das coolste Mädchen meiner Schule, das auch noch zwei Klassen über mir war, vor meinen ganzen Mitschülern auf mich zukam und mich fragte wo ich meine Hose, meine Schuhe und meine Jacke gekauft hätte…yeah check! Scheinbar lässig gab ich ihr die Antwort, während ich innerlich tausend Purzelbäume und Flickflacks schlug: natürlich nur in den stylischsten Sportklamotten versteht sich ;)

Kommen wir nun aber zum Ernst des Lebens zurück. Mein erstes Praktikum stand vor der Tür.