Stofftaschentücher


  • Baumwolltaschentuch

    Stofftaschentücher – 2er Set – Selinatur

    Stofftaschentuch

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#sustainable

Darum Stofftaschentücher

100% BaumwolleWiederverwendbarWaschmaschienenfest
PlastikfreiWeniger MüllBügelfest

#ausomaszeiten

Das sagen unsere Omas

Ich habe damals ein besticktes Stofftaschentuch zur Kommunion geschenkt bekommen, das war mir für den Alltagsgebrauch aber zu Schade. Hier haben wir schlichte Baumwolltaschentücher verwendet. Jedes meiner Geschwister hatte sein eigenes Stofftaschentuch. Die hat meine Mutter regelmäßig gewaschen.

Oma Elke

Wissenswertes

Das Stofftaschentuch – altmodisch und nur etwas für Omis?

Taschentücher aus Stoff galten lange Zeit als altmodisch und werden meistens mit der jetzigen Oma-Generation verbunden. Dass dem hübsch bestickten Stofftuch über Jahrhunderte hinweg verschiedene Bedeutungen zugesprochen wurden, als sich nur damit die Nase zu putzen, ist heutzutage kaum bekannt. Mit dem Durchbruch der Papiertaschentücher waren Stofftaschentücher nahezu in Vergessenheit geraten.
Erst mit der aktuellen Zero-Waste Bewegung erlangt das Baumwolltaschentuch wieder an wachsender Beliebtheit. Zu Recht, denn besonders ökologisch betrachtet und in Punkto Nachhaltigkeit ist das Stofftaschentuch besser als das Papiertaschentuch.


Die Geschichte des Stofftaschentuchs

Ein Weber aus Flandern stellte um 1300 vermutlich die ersten Stofftaschentücher her, die auch vereinzelt dem Zweck des Naseputzens dienten. Die Ziertücher spielten allerdings bis ins 19. Jahrhundert eine größere Rolle. Sie waren reich und individuell bestickt und galten als Luxusartikel des Adels. So schenkte die angebetete Dame ihr in Parfüm getränktes Spitzentaschentuch im 15. und 16. Jahrhundert als Liebespfand dem Herren (mouchoir de Venus) und trug es als modisches Accessoire.
Erst mit dem Aufkommen des Schnupftabaks im 18. Jahrhundert verlor das Ziertuch seinen Wert als Luxusartikel, da es zur Säuberung der Nase verwendet und so allmählich zum Gebrauchsgegenstand wurde.
Obwohl Papiertaschentücher Anfang des 20. Jahrhunderts schon erfunden waren, wurden nach dem zweiten Weltkrieg überwiegend Stofftaschentücher benutzt. Diese hatten also auch unsere Omas immer dabei: um sich die Nase zu putzen, als Brillentuch, um Abreisenden zum Abschied zu winken, oder um in emotionalen Momenten das sorgfältige Make-up zu retten. Man trug sie stets bei sich, ob in Mantel-, Rock- Hosen- oder in der Handtasche. Die Tücher konnten echte Qualitätsware sein und kosteten je nach Aufwand der Fertigung unterschiedlich viel.


Das Taschentuch in all seinen Facetten

  • Damentaschentücher waren meistens mit aufwendigen Blumenmotiven und Spitzeneinsätzen bestickt.
  • Herrentaschentücher waren größer und schlicht gehalten.
  • Bei den Herren entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts eine neue Arte des Stofftuchs: Das Einstecktuch, auch Kavalierstuch, dessen Farbe auf das Abendkostüm der Dame abgestimmt war.
  • Auf Kindertaschentüchern waren oft Märchenfiguren abgebildet.
  • Personalisierte Taschentücher waren auch weit verbreitet.

Vielleicht ist es heute kaum vorstellbar, aber Taschentücher waren im 20. Jahrhundert ebenfalls ein beliebtes Weihnachtsgeschenk, da man sich an den unterschiedlichen Designs erfreut hat und ein Taschentuch eigentlich immer nützlich ist, oder? So hat der Ehemann seiner Gattin ein besonders hübsches und möglichst hochwertiges geschenkt, mit Mustern oder Stickereien, von denen er dachte sie würden ihr gefallen. Warum sollte man nicht auch heute mal wieder zu dieser Geschenkidee greifen?

Das Patent für die ersten Taschentücher aus reinem Zellstoff bekam die Firma Tempo im Jahr 1929. Die Taschentücher bestanden aus reinem Zellstoffpapier, das mit einer dünnen Schicht Glycerin überzogen wurde, welche für die Weichheit der Tücher sorgte. Die Firma warb mit dem geringeren Arbeitsaufkommen für die Hausfrauen, da die Taschentücher einfach zu entsorgen waren und außerdem als hygienischer galten. (So wie auch heute noch.)

Aber stimmt das wirklich?


Sind Stofftaschentücher unhygienischer als Papiertaschentücher?

Stofftaschentücher erscheinen auf den ersten Blick unhygienisch, da man sie nach dem Benutzen für gewöhnlich nicht weggeworfen, sondern eingesteckt werden, um sie wieder zu verwenden.
Doch diesem Problem geht man ganz einfach aus dem Weg in dem man bei Bedarf immer mehrere dabei hat und bei einer starken Erkältung jedes nur einmal benutzt. Am Besten verstaut man die benutzten Schnäuztücher in einem kleinen Stoffbeutel, damit diese nicht lose im Rucksack herum fliegen.

Reinigung

  • Zuhause kann man die benutzten Stofftücher zu jeder anderen Wäsche hinzugeben, zum Beispiel zu Handtüchern, denn hygienisch sauber werden die Tücher schon bei 60° C.
  • Nach dem Trockenen sollten die Baumwolltaschentücher unbedingt gebügelt werden. Dies ist ein alter Hausfrauentrick, durch den die Tücher sterilisiert werden, da die Bakterien von der hohen Temperatur des Bügeleisens getötet werden.

Warum Stofftaschentücher um einiges nachhaltiger sind als Papiertaschentücher – Eine Ökobilanz

Mit der Zero-Waste Bewegung kommen die Stofftaschentücher langsam wieder zurück in die Regale und sind in Onlineshops erhältlich. Kein Wunder, denn sie sind um einiges ökologischer als die herkömmlichen Papiertaschentücher.

Doch nehmen wir die Beiden einmal genauer unter die Lupe:

Das Papiertaschentuch

Sie werden aus Holzbestandteilen hergestellt, weshalb permanent Bäume gefällt werden müssen. Da das Papiertaschentuch nach dem Einmaligen benutzen weggeschmissen wird, ist das eine ziemliche Ressourcenverschwendung und alles andere als nachhaltig, denn Papiertaschentücher sind nicht recycelbar. Mit dem Wegwerfen werden sie dem Kreislauf entzogen. Zudem wird für die Herstellung viel Energie und vor allem Wasser benötigt.

Das Stofftaschentuch

In der Herstellung schneidet das Stofftaschentuch zwar schlechter ab, dadurch, dass es aber wiederverwendbar ist, hat es einen großen Effekt in Umweltschutz und in der Müllvermeidung.

Wenn man davon ausgeht, dass im Durchschnitt jeder am Tag eines benutzt, sei es um sich die Nase zu putzen oder um einen Fleck wegzuwischen, verbrauchen alle Deutschen im Jahr zusammen 29.200.000.000 Papiertaschentücher. Das sind 8760 Tonnen Papiermüll. Hätte jeder Deutsche 5 Stofftaschentücher Zuhause, die die Funktion von Papiertaschentüchern ersetzen, würden diese enormen Mengen an Papiermüll nicht entstehen. Dadurch würde die Umwelt weniger beansprucht und beschmutzt werden. Der einzelne Mensch würde so auch einiges an Geld einsparen. Darüber hinaus ist das Stofftaschentuch auf Dauer auch für die Nase angenehmer, da es weniger reizend wirkt als Papier.

Ein Stofftaschentuch kann jährlich 2000 Papiertaschentücher ersetzen, denn es hält wesentlich länger und spart somit einiges an Geld und Müll ein. Dies lohnt sich für jeden, da ein Deutscher im Durchschnitt ein Taschentuch am Tag benutzt, sei es für die Nase, als Serviette oder um einen Fleck zu entfernen.


Wo kann man Stofftaschentücher kaufen?

Da Taschentücher aus Stoff wie gesagt keine Erfindung der letzten Jahre sind, kann man sie an vielen verschiedenen Orten finden. Sie sind nahezu unkaputtbar und werden nicht schlecht mit der Zeit. Deshalb kann man problemlos Stofftücher aus zweiter Hand (also Secondhand) benutzen, nach dem sie gründlich gewaschen und gebügelt wurden. Schaut doch mal im Kleiderschrank eurer Oma nach, oder stöbert auf Flohmärkten danach.
Neue Stofftaschentücher kann man in manchen unverpackt-Läden kaufen, oder in kleinen Läden mit selbstgemachten Textilien. Dort kosten sie im dreier-Paket im Durchschnitt zwischen 10 und 14 Euro.
Online könnt ihr die Taschentücher zum Beispiel in unserem Shop Green kaufen. Unsere Tücher sind aus 100% Baumwolle und werden von Selinatur selbstgenäht und in Deutschland hergestellt.

Schäuztücher aus Stoff eigenen sich im übrigen auch wunderbar zum Selbermachen. Noch umweltfreundlicher sind natürlich alte T-Shirts, Sweatshirts oder Bettlaken aus 100% Baumwolle, die ebenso dafür verwendet werden können. Schau doch mal in deinen Schrank, sicher wirst du sofort geeignete Kandidaten zum“Upcycling“ finden.


Stofftaschentuch selber machen

Stofftaschentücher die nicht aufwendig verziert oder bestickt waren wurden von unseren Omis häufig einfach selbst genäht. Auch heute ist dies ein tolle Möglichkeit für alle diejenigen die gerne nähen. Hierzu am besten alte Stoffreste verwenden oder sich ein wenig Stoff im Stoffladen besorgen. Dann einfach ein Quadrat ausschneiden und die Kanten mit einem engen Zickzackstich vernähen. Fertig ist dein Stofftaschentuch!


Stofftücher – Geschenk und Geschenkverpackung in Einem

Früher waren Stofftaschentücher ein beliebtes Geschenk, zum Beispiel zu Weihnachten. Sie waren immer gut zu gebrauchen und liebevoll mit Stickereien oder einer Signatur verziert. In unserer Konsumgesellschaft kommt man kaum mehr auf die Idee einen so banalen Gebrauchsgegenstand zu verschenken. Doch würde man damit der Umwelt einen großen Gefallen tun, da Stofftaschentücher um einiges ökologischer als Papiertaschentücher sind. Wem das Stofftuch als Geschenk dann doch etwas langweilig erscheint, kann es wunderbar als nachhaltige Verpackung für ein weiteres Geschenk nutzen. Damen-, Herren- und Kindertaschentücher unterscheiden sich in ihren Maßen, worunter man dann die passende Größe wählen kann.
An Weihnachten haben wir von Oma Klara ausprobiert, ein Stofftaschentuch zu verschenken. Dabei haben wir einen Rasierhobel in ein Stofftaschentuch eingepackt, womit das Taschentuch direkt auch die Verpackung war. Das ganze Geschenk sieht am Ende sehr hochwertig und individuell aus und lässt sich prima mit anderen natürlichen Zutaten, wie einer Blume oder einem Zweig verzieren.
Wer sich selbst davon überzeugen möchte, kann gerne einmal auf unserer Instagram-Seite vorbeischauen, auf der wir noch mehr Bilder und Videos dazu haben.


FAQ

Was für ein Vorteil haben Stofftaschentücher gegenüber Papiertaschentücher?
Stofftaschentücher tun der Umwelt einen großen Gefallen, da sie im Gegensatz zu Papiertaschentüchern wiederverwendbar sind. Diese werden nämlich nach dem einmaligen Benutzen weggeschmissen, was eine ziemliche Ressourcenverschwendung ist und durch die Herstellung sehr viel Energie kostet.
Ist ein Stofftaschentuch unhygienisch?
Stofftaschtücher sollte man besonders bei einer Erkältung nicht mehrmals benutzen, sondern einige auf Vorrat dabei haben, damit die Bakterien sich nicht verteilen. Zuhause kann man die Taschentücher dann bei 60 Grad Celsius waschen und anschließend Bügeln, wodurch die Stofftaschentücher sehr hygienisch sind.
Wo kann man Stofftaschentücher kaufen?
Da Stofftaschentücher mit der zero-waste-Bewegung wieder interessant werden, gibt es sie in vielen Unverpackt-Läden, sowie auch in Online Shops.