wiederverwendbare Kaffeefilter


  • Kaffeefilter Wiederverwendbar

    Kaffeefilter – 2er Set – Selinatur

    Kaffeefilter

    20,00

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#sustainable

Darum wiederverwendbare Kaffeefilter

Ökologicher AnbauAntibakteriellWiederverwendbar
PlastikfreiUmweltschonendHandgefertigt

#ausomaszeiten

Das sagen unsere Omas

Wir haben aus alten Baumwolltüchern, Leinentüchern und alten Betttüchern Dreieckstücher zugeschnitten, eingehängt und den Kaffee aufgebrüht. Diese Tüchern haben wir bis zu einem halben Jahr verwendet.

Oma Elke

Man hatte eine Kaffeekanne mit einem Sieb aus Porzellan, der Kaffee wurde aufgebrüht.

Oma Eleonora Oswald

Wir hatten einen Netzfilter, der in einen Porzellan-Aufsatz gestellt wurde.

Oma Eva

Wissenswertes

Wiederverwendbare Kaffeefilter – die ökologische Lösung zum Filterpapier

Kaffee ist ein Produkt welches aus dem Leben fast aller Kulturen unserer Welt kaum wegzudenken ist. Er wird meist in tropischen Gebieten angebaut und weiterverarbeitet, bis er dann nach zahlreichen Schritten zu uns in die Supermärkte kommt, in welchen er in verschiedensten Varianten erhältlich ist. Die ersten Methoden das berühmte schwarze Getränk herzustellen war das Aufbrühen gemahlenen Kaffees mit heißem Wasser. Erst später wurde die Technik des Filterns angewandt, um Öle und Bitterstoffe aus der Flüssigkeit heraus zu filtern. Kaum vorstellbar, aber Kaffee vor der Erfindung des Filters war wesentlich weniger bekömmlich und geschmacklich nicht so begehrt wie heute.


Ein bischen Geschichte – Wo der Ursprung des geliebten Getränks liegt

  • Die Ursprünge des Kaffees: Kaffeepulver wurde aufgegossen und anschließend beim Einschenken durch ein Sieb gegeben, sodass Teile des Kaffeesatzes zurückgehalten werden konnte.
  • Im 18. Jahrhundert lernte man Kaffee und Pulver bei der Prozedur des Kochens zu trennen. Mit Beispielsweise Filtern aus Leinen oder Löschpapiertrichtern, wurden die ersten Filterkaffees wie wir sie auch heute schon kennen, hergestellt. Dafür wurden Beutel aus Stoff, auch genannt Teesocke oder Teestrumpf, verwendet. Diese wurden nach Gebrauch ausgewaschen, um am nächsten Tag wiederverwendet werden zu können.
  • 1908 meldete Melitta Benz dann ein Patent auf den Papierfilter. Inspiriert durch das Löschblatt aus dem Schulheft ihres Sohnes und einer Konservendose, in welche sie kleine Löcher schlug, ist sie bekannt dafür den ersten Filterkaffee produziert zu haben. Der Kaffee, den sie somit herstellte, war in der Tat ganz Kaffeesatz frei. Damals ein Durchbruch und zeitgleich der Beginn der Entwicklung vieler weiterer Filter aus jeglichen Stoffen. Seither gibt es neben dem Filter System, Unmengen an Methoden Kaffee zu kochen. Die eine perfekte Methode gibt es nicht mehr. Kaffee ist Geschmackssache und verbunden mit Gewohnheiten und individuell gesammelten Erfahrungen.
  • 1920 – Der erste Baumwollkaffeefilter wurde in Japan hergestellt. Eine nachhaltige Alternative zu Melittas Papierfilter.
  • Der Stofffilter könnte also als Ursprung des Kaffeekochens gesehen werden. Es wirkt als würde er also zu Recht ein Revival erfahren. In der Tat erfinden Kaffeekenner viele neue Methoden Filterkaffee zu kochen wie zum Beispiel die moderne Form des Pour-Over Verfahrens.

Warum ist ein Baumwollfilter nachhaltig und ein Papierfilter nicht?

Weniger Müll & Weniger Rohstoffe

Zuallererst das Offensichtliche – durch den Baumwollfilter wird weniger Papiermüll produziert. Manch Einer mag dem hinzufügen, dass das zwar korrekt sei, der Papierfilter samt Kaffeesatz jedoch kompostierbar und somit doch nicht schädlich für die Umwelt sei. Das ist erstmal nicht falsch, doch eine weitere Komponente wird außer Acht gelassen: nämlich die der Herstellung des Papierfilters. Bei dieser werden wesentlich mehr Rohstoffe verbraucht als bei der Herstellung eines wiederverwendbaren Kaffeefilters aus Baumwolle. Für die Produktion von Papier muss nämlich extrem viel Wasser und auch Energie genutzt werden.

Recycelte Kaffeefilter: eine nachhaltige Alternative?

Natürlich ist es nachhaltiger Papierfilter aus recyceltem Papier, als neue Papier-Kaffeefilter herzustellen. Doch auch hier werden während der Produktion unnötig viele Rohstoffe verbraucht. Ebenso soll recyceltes Papier den Eigengeschmack des Filterkaffees verfälschen. Dieses mag aber nur Kaffeeexperten auffallen und für den täglichen Kaffeetrinker nicht als negatives Argument ins Gewicht fallen. Um eine Geschmacksveränderung vorzubeugen wird oftmals empfohlen den Kaffeefilter mit heißem Wasser auszuspülen. Somit sollen sich auch die Poren der Cellulose im Papier öffnen und ein besseres Ergebnis kann beim Kochen mit Papierfiltern erreicht werden.

Der Geldbeutel freut sich

Eine Investition in einen Stofffilter lohnt sich auf dauern, obwohl für die Anschaffung zuerst mehr Geld ausgegeben werden muss. Ein Kaffefilter aus beispielsweise Baumwolle, den man auch einfach selber machen kann, kann ca. 500 Papierfilter ersetzen und sorgt somit für kaum Müll. Der wiederverwendbare Kaffeefilter zählt deshalb zu den Zero Waste Haushaltsgegenständen.


Gebrauch des Kaffee Handfilters aus Stoff – was sollte beachtet werden?

Vor dem Erstgebrauch sollte ein beliebiger Stoff-Kaffeefilter bei 60 Grad gewaschen oder mit heißem Wasser ausgekocht werden. Wenn dieser dann getrocknet ist, wird er wie ein Papierfilter benutzt. Im Folgenden nochmal eine Kurzanleitung:

Kaffee von Hand aufbrühen

  • Zuerst wird der Filter in den Trichter gelegt.
  • 60 – 80 Gramm Kaffeepulver pro Liter wird in den Filter gegeben.
  • Je nach Maschine wird heißes Wasser manuell oder automatisch aufgegossen.
  • Nun muss entweder Wasser nachgegossen werden (manuell) oder gewartet werden bis die automatische Filtermaschine den Kaffee gekocht hat. Das Wasser tropft sehr langsam durch den Stoff, – hier sollte man einfach ein wenig mehr Geduld mitbringen.
  • Ein Papierfilter würde bei diesem Schritt einfach weggeworfen werden, – der Stofffilter wird jedoch gründlich ausgeklopft und ausgewaschen, dann zum Trocknen an einem sicheren Ort aufgehängt und dann aufbewahrt um bald wiederverwendet werden zu können. Wichtig: dieser Schritt sollte möglichst gründlich ablaufen, damit alle Kaffeesatzreste und Öle entfernt werden können.
  • Alle 4-6 Wochen sollte der Stofffilter bei 60 Grad gewaschen werden, sodass auch kleinste Verstopfungen durch Kaffeepulver sich lösen können. Am besten sollte entweder geschmacksneutrales Waschmittel oder gar kein Waschmittel verwendet werden, da dieser Geschmack beim Kaffee trinken sonst wahrnehmbar ist.

Noch ein Tipp – Aus dem Kaffeesatz lassen sich ganz wunderbare DIY Produkte herstellen

  • Shampoo – Koffein in frischem Kaffeesatz soll Haarwuchs anregen. Man kann den Kaffeesatz ganz einfach als Shampoo oder Spülung gebrauchen, indem der Kaffeesatz mit etwas Wasser vermischt und anschließend auf dem nassen Haar verteilt und nach kurzem Einwirken dann wieder ausgespült wird.
  • Peeling – Auch als Peeling ist Kaffeesatz einsetzbar. Um die Haut zu pflegen stellen viele ihr eigenes Kaffee-Peeling her. Hierfür wird einfach Kaffeesatz mit einem beliebigen Öl vermengt und auf der Haut verteilt und anschließend wieder abgebraust.
  • Gerüche – Wer kennt es nicht aus Parfümerien, – kleine Schälchen mit Kaffeebohnen verteilt in Ladenregalen. Und das nicht einfach nur so. Kaffee ist dafür bekannt Gerüche neutralisieren zu können. Auch in Form von Küchenseife ist Kaffee als Zusatz anerkannt.
  • Pflanzendünger – Neben Hautpflegeprodukten kann Kaffeesatz auch als Dünger für Pflanzen verwendet   werden. Am besten wird hierfür getrockneter Kaffeesatz benutzt, indem er einfach auf der Pflanzenerde verteilt und etwas in den Boden eingearbeitet wird. Somit werden Mineralien an die Pflanze abgeben und der Boden wird saurer (Nicht für alle Pflanzen vorteilhaft).

Experten Meinung – Was halten Kaffee-Kenner von nachhaltigen Stofffiltern?

Fragt man Kaffeeexperten, so können diese bei jedem aufgezählten Schritt des Gebrauchs nochmals ins Detail gehen und den perfekten Umgang mit Kaffeearomen (es gibt allein 800 im Naturprodukt) und dessen Freisetzung erklären sowie anpassen. Doch auch hier gibt es extrem viele Methoden und eigene Meinungen zu der idealen Kaffee Zubereitung. Deswegen meinen wir von Oma Klara: Man sollte sich einfach selber ans Kaffeekochen herantasten und dem eigenen Geschmack vertrauen – das ist wohl die beste Alternative.

Jedoch wird von mehreren Seiten bemängelt, dass Stofffilter teilweise nicht fein genug seien, um gewisse Kaffeeöle aufzufangen und herauszufiltern. Der Papierfilter soll im Gegensatz dazu ein sehr klares und ölfreies Endergebnis ermöglichen. Aber auch hier sei erwähnt, dass Kaffee mit dem Aroma des Öls ebenfalls Geschmackssache, und somit jedem selber überlassen sei.


Der Stoff Kaffeefilter – Natürliches Material & funktional

Material

Es gibt nicht nur die aus Japan bekannte Form des Baumwoll-Kaffeefilters. Mittlerweile haben sich auch andere Stoffe etabliert, aus denen Kaffeefilter hergestellt werden. Das junge Unternehmen Selinatur zum Beispiel, produziert neben anderen tollen Produkten auch Kaffeefilter aus 100% Leinen. Ihre Philosophie dabei ist die besondere Nachhaltigkeit, wie Beispielsweise aus plastikfreienund natürlichen Materialien langlebige Produkte zu erzeugen, welche dem minimalistischen Zero Waste Lifestyle entsprechen. Das junge Unternehmen wählt Leinen als Material für die Kaffeefilter, da Leinen antibakteriell, robust und biologisch erzeugt werden können und von natur aus plastikfrei sind. Selinatur produziert ihre Produkte aus eigener Hand und mit ausgewählten Materialien, die mit viel Liebe zum Detail und ihrer Natürlichkeit punkten.


Was ist der Unterschied zwischen Leinen- und Baumwoll-Kaffeefiltern?

Der Unterschied von Leinen- zu Baumwollfiltern und auch anderen Materialien wie beispielsweise Hanf ist nicht besonders groß. Alle werden als Stofffilter zum Filterkaffee kochen gebraucht, sind wiederverwendbar und geschmacksneutral. Die herkömmlichere Methode, welche auf dem nachhaltigen Markt häufiger vertreten ist, ist definitiv der Baumwollfilter. Doch wurden auch schon früher vor allem Leinen und Baumwolle für Kaffeefilter verwendet.


Alternativen zum Stoff- und Papierfilter – von French Press zu Dauerfilter

Neben Stoff und Papierfilter gibt es Unmengen an Möglichkeiten Kaffee zu kochen. Ob Dauerfilter, eine teure Siebträgermaschinen, die italienische und wohl in fast jedem Studierenden Haushalt zu findende Moka Maschine(auch Espressomaschine genannt), die French Press, Pad- oder andere Kapsel-Maschinen. Sie alle können unseren Kaffee kochen. Wie schon gesagt, die ideale Zubereitung muss man wohl für sich selber finden und ist von verschiedensten Faktoren wie Einkommen, persönlichen Werten, Platz, Geschmack und Gewohnheiten abhängig.

Von der Perspektive der Umwelt ist es jedoch möglich die Maschinen in umweltschonend und umweltverschmutzend einzuteilen. Kapsel- und Pad Maschine, wie sie in den letzten Jahren immer moderner wurden, schneiden dabei definitiv nicht sonderlich gut ab. Es wird einfach zu viel Müll produziert und zu viele Rohstoffe verbraucht und Emissionen erzeugt, um Aluminiumkapseln etc. herzustellen. Dauerfilter, die Moka Maschine und die French Press zeigen sich jedoch als ökologische Alternativen, da sie kostengünstig in der Anschaffung sind und bei wiederholter Verwendung keinen zusätzlichen Müll erzeugen (abgesehen vom Kaffeesatz welcher in jedem Fall übrig bleibt).

Der Dauerfilter erfährt momentan ein Revival: ihn gibt es in verschiedensten Materialien, beispielsweise als Porzellan Kaffeefilter oder Keramik Kaffeefilter. Diese permanenten Kaffeefilter werden einfach auf eine Tasse gestellt, sodass man einfach Kaffee in den schon integrierten Filter geben kann. Dann wird er mit Wasser aufgebrüht und fertig ist der Kaffee.

Durch akutes Umweltbewusstsein, welches wahrscheinlich durch Bewegungen wie Fridays for Future nochmal mehr in den Vordergrund gehoben wurde, bieten mittlerweile sogar die umweltverschmutzenden Kaffeemaschinen auch wiederverwendbare Kaffeekapseln oder Pads an. Diese sind zum Beispiel in Unverpackt-Läden erhältlich. Jedoch sind wiederverwendbare Kaffeepads oftmals aus Plastik hergestellt.


Oder sogar Alternativen zum Kaffee? – Der Getreide Kaffee

Wir wollen es meist nicht hören, doch auch zu dem Produkt Kaffee gibt es mittlerweile immer mehr umweltfreundlichere und faire Alternativen. Teilweise wurden diese auch früher schon getrunken. Vor allem in Zeiten, als Kaffee noch als Luxusgut gesehen war und die meisten Menschen ihn sich höchstens am Wochenende mal leisten konnten. Unter der Woche gab es dann den sogenannten „Getreide-Kaffee“. Dieser besteht, wie der Name schon erahnen lässt, aus verschiedenen Getreidesorten. Somit ist dieses Produkt lokal und muss nicht wie der Kaffee verschifft oder eingeflogen werden. Getreide Kaffee beinhaltet jedoch kein Koffein. Möchte man also nicht auf den Kaffee-Kick am Tag verzichten, ist der Getreide Kaffee nicht der beste Ersatz. Trotzdem denken wir von Oma Klara: ab und zu mal eine Tasse Kaffee mit Getreide zu ersetzen, allein um das Produkt mal auszuprobieren, könnte schon eine nachhaltige Kompromisslösung sein.


FAQ

Woher bekomme ich einen Kaffeefilter aus Stoff?
Richtig auf dem Markt etabliert hat sich der Kaffeefilter aus Stoff noch nicht. Aber vor allem in Städten, in welchen die Öko-Szene etwas größer ist, kann man die Stofffilter in sogenannten „Unverpackt-Läden“ finden. Ansonsten gibt es einige kleinere Unternehmen, die Stofffilter online verkaufen.
Wie oft kann ich einen Stoff Kaffeefilter zum Kaffeekochen verwenden?
Bei guter und regelmäßiger Pflege kann der Filter für rund 500 x Kaffeekochen verwenden werden.
Wie kann ich den Kaffeefilter reinigen?
Der Kaffeefilter sollte nach jedem Gebrauch ausgeklopft und gründlich ausgewaschen werden. Zum Trocknen sollte er dann an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Es wird außerdem empfohlen alle 3-4 Wochen (je nach Häufigkeit der Anwendung) den Filter auszukochen, um alle Bakterien und Reste entfernen zu können.
Schmeckt der Kaffee anders, wenn ein Stofffilter benutzt wird?
Ja. Aber nicht aufgrund des Materials des Filters, sondern aufgrund der Cellulose, Poren, welche größer beim Stofffilter als beispielsweise bei einem Papierfilter sind. Somit werden mehr Kaffeeöle beim Filtern durchgelassen. Generell gilt: die Stoffe, die für die Herstellung von Kaffee Dauerfiltern benutzt werden sind extra geschmacksneutral und hinterlassen keinen Geschmack im Getränk an sich.