Shoppen mit gutem Gewissen

Lookbook Marlene - 10a - Oma Klara

SHOPPEN MIT GUTEM GEWISSEN – DER LABEL CHECK

Ihr Lieben, da wir selbst manchmal nicht so recht wissen was denn jetzt eigentlich alles Fair und Ökologisch ist versuchen wir euch mit diesem Blogbeitrag ein bisschen in die Welt der Gütesiegel einzuführen. Einkaufen mit gutem Gewissen leichter gemacht, wenn man eine Ahnung hat was einzelne Lables für Gütekriterien haben! Trotz Gütesiegel stellen wir uns auch vor einem Kauf auch immer folgende Fragen: Brauche ich das jetzt wirklich? Warum möchte ich es kaufen? Kann ich es wertschätzen? Und gibt es dieses Teil vielleicht auch Secondhand?

Für einen bewussteren Konsum – gerade jetzt zur Weihnachtszeit!

Eure Oma Klaras

 

Öko – Tex Standard 100

öko tex standardDamit die Produkte das Siegel tragen dürfen, müssen sämtliche Bestandteile den Kriterien entsprechen, also auch Knöpfe oder Reißverschlüsse.

Die Produkte müssen frei sein von Schadstoffen, die gesetzlich verboten und reglementiert sind wie Azo-Farbstoffe, Cadmium und Nickel. Auch gesundheitsschädliche Chemikalien, für die es keine explizite gesetzliche Regelung gibt, beispielsweise Pestizide, dürfen nicht in den Textilien gefunden werden. Zudem wird auf einen hautfreundlichen pH-Wert und auf Farbechtheit getestet.

Greenpeace kritisiert am Standard 100 by Oeko-Tex, dass lediglich die Schadstoffrückstände geprüft werden, nicht jedoch die Herstellungsbedingungen. Die Anforderungen werden zwar von Jahr zu Jahr strenger, der Nutzen für die Umwelt sei allerdings gering. Außerdem kann das Wort „öko“ irreführend sein und den Anschein erwecken, dass es sich bi den zertifizierten Produkten um ökologisch produzierzte Textilien handelt – dies ist jedoch nicht der Fall.

 

Fair Trade Siegel

Rohstoffe, die zu fairen Preisen gehandelt werden und so einen Beitrag zu menschenwürdiger Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern und Arbeiter leistet.

 

Bluesignblue sign

Bluesign berücksichtigt die gesamte Herstellungskette und überprüft dabei alle beteiligten Betriebe. Außerdem gibt es umfangreiche Negativlisten für bedenkliche schädliche Stoffe und strenge Richtlinien für den Umgang mit Chemikalien. Kritik besteht hier nur in einem einzigen Punkt: Bluesign führt eine Liste über „grau“ gekennzeichnete Stoffe für die eine Alternative gefunden werden muss.

 

Fairwear Foundationfair wear foundation

Das Unternehmenssiegel verpflichtet seine Mitglieder, für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Produktion zu sorgen und prüft dieses Ziel kontinuierlich. Dabei arbeitet es sehr transparent und ehrlich. Rund 80 Unternehmen mit insgesamt 120 Marken sind inzwischen Mitglieder, darunter öko-fair Marken wie HessNatur, Grüne Erde oder Nudie Jeans. Ebenso aber auch konventionelle Hersteller wie beispielweise Takko oder Jack Wolfskin. Damit das Label an der jeweiligen Kleidung zu finden ist müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein: Das Unternehmen muss länger als ein Jahr Mitglied und in die beste Kategorie eingestuft sein. Das wiederrum heißt, alle Anforderungen an faire Arbeitsbedingungen müssen gegeben sein.

 

Cradle to Cradle Siegel

Bei Cradle to Cradle liegt der Fokus definitiv auf dem Kreislaufkonzept: das bedeutet, dass Produkte ausgezeichnet werden, die ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche und kreislauffähige (wiederverwertbare) Materialien verwenden.

Kritisiert wird bei diesem Label die unzureichende Chemikalienregelung und der hohen Toleranzgrenze von mehr als einem Gramm pro Kilo. Aus Greenpeace-Sicht ist Cradle to Cradle nicht umfassend genug!

 

IVN – zertifiziert best Naturtextilivn label

Der Standard des IVN (internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) ist derzeit der strengste der Branche. Er berücksichtigt die gesamte Lieferkette vom Anbau jeder kleinsten Faser bis zum jeweiligen Endprodukt. Gültig ist das Siegel nur für Naturfasern aus biologischem Anbau. Das Chemikalienmanagment orientiert sich am GOTS, es sind jedoch noch einige Chemikalien mehr verboten. Für Anbau, Verarbeitung und Arbeitsbedingungen definiert der IVN strenge Sozialstandards. Seit 2014 sind diese Verbote sogar durch genaue Grenzwerte versehen!

 

GOTS – Siegelgots

Das GOTS – Label gehört zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Textil Siegeln und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Der Standard umfasst alle wichtigen Chemikalien, legt diverse Verbote für Einzelsubstanzen und Kriterien für die gesamte Produktionskette fest. Vom Rohstoffanbau bis hin zum Endprodukt gibt es klare Richtlinien. Dabei legt GOTS auch soziale Mindeststandards fest und garantiert gerechte Arbeitsverhältnisse.

 

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